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30/01/2014 / Clemens Rüttenauer

Mein Android und ich

Mein Android und ich

Kann ich als Sehgeschädigter – nicht Blinder – ein Android Smartphone genau so gut bedienen wie das iPhone? Dieser Frage bin ich in einem knapp 3-wöchigen Härtetest auf den Grund gegangen. Soviel vorab: es war gar nicht hart, es hat sehr viel Spaß gemacht.

Inhalt

Was vorher geschah
Warum ein weiterer Test?
Die Wahl des Modells
Das Moto G – äußerlich
Benutzerhandbuch, Hilfen im Internet
Einschalten – und los geht’s
Vorlesen – erste Versuche via Pocket
@Voice Aloud Reader
Alternative Webbrowser
Ebooks PDFs etc. Vorlesen lassen
Talk Back, Vergrößerung, Lesen mit dem Finger
Office Anwendungen
Mail und Kontakte
Musik
TV
Auskunft, ÖPNV, DB, etc.
Navigation
Dropbox und Co
Spracheingabe
Die Kamera
Das Telefon
Fazit


Was vorher geschah

In einem ersten Android-Versuch hatte ich einen Test mit einem HDMI-Android-Stick am TV gemacht. Ich konnte Stimmen installieren und Webseiten via Pocket vorlesen lassen, aber einen generell gangbaren Weg von einem beliebigen Text zum Vorleseprogramm konnte ich nicht einrichten. Natürlich konnte ich unter diesen Bedingungen (am TV) keine Aussage zur Bedienung eines Smartphones treffen, aber ich lernte auf diese Weise das Android-System kennen, ohne gleich ein Smartphone kaufen zu müssen. Tests, wie ein Android blind zu bedienen ist, gab es schon früh. Am bekanntesten ist die vierteilige Reihe von Marco Zehe. Hier sein Experiment “Umstieg auf Android”. Marco Zehe ist wieder zum iPhone zurückgekehrt. Seine damals nicht ganz erfolgreichen Versuche besagen nicht, dass Android-Handys für Blinde nicht bedienbar wären, aber Manches geht mit dem iPhone leichter. Es hängt entscheidend davon ab, was die bevorzugten Anwendungen sind. Außerdem ist die Entwicklung – zum Glück – weitergegangen. Auch Samsung hat sich dieses Themas angenommen. Incobs berichtet darüber in einem ausführlichen Test TalkBack und Samsungs Voice Assistant im Vergleich.

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Warum ein weiterer Test?

Ich selbst bin nicht blind, sondern sehbehindert. Je nach Art und Grad der Sehbehinderung stellen Blinde und Sehbehinderte ganz unterschiedliche Anforderungen an ein solches System. Mein Ziel ist es, herauszufinden, ob ich all das, weswegen ich das iPhone schätzen und lieben gelernt habe, auch mit einem Android Smatphone erreichen kann – und zwar nicht notdürftig irgendwie hin gewürgt, sondern so, dass es Spaß macht.
Zur Bedienung der kleinen Wunderdinger verwende ich optische Vergrößerungen. Das sind meine Hilfsmittel:

Meine Helferchen

Mein bevorzugtes Instrument ist die leicht getönte Kantenfilterbrille mit dem Lupenvorhänger. Das Monokular kommt eigentlich nur dann in Frage, wenn man geschickt genug ist, das Smartphone mit einer Hand und dem Daumen zu bedienen.
Android heißt der, die oder das Menschenähnliche. Ein hoher Anspruch! Ob mein Moto G diesen Anspruch erfüllen kann?

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Die Wahl des Modells

Entschieden habe ich mich für das Motorola Moto G mit 16 GB. Es ist das Smartphone mit dem meisten Android für’s Geld. Ausgeliefert wird es mit 4.3, ab sofort (Januar 2014) ist es auf 4.4 updatebar. Es ist direkt vom Android-Entwickler Google, es gibt also keine Firmen-spezifischen Verschlimmbesserungen – es ist das Original. Eine Besonderheit in der Android-Welt: es hat keinen Steckplatz für eine SD-Karte – Google will wohl, dass man alles in der Google-Wolke speichert. Wer Wert darauf legt, Musik und Videos in größerem Umfang auf dem Gerät zu speichern, muss sich wohl für ein anderes Modell entscheiden. Für Apps, Adressen, Termine, Ebooks, Dokumente, offline Landkarten und ausgewählte Musik und Hörbücher müssen die 16 GB allemal reichen. Bei meinem 3 Jahre alten iPhone mit 16 GB und 93 Apps bin ich bis heute nicht an die Kapazitätsgrenze gestoßen. Warum das Moto G und nicht das leistungsfähigere Moto X? Vereinfacht gesagt ist Beim Modell G nur alles die Hälfte: halbe Displayauflösung, halbe Prozessorleistung, halbe Kamera-Megs, halber Preis. Die Pixelzahl ist für mich nicht so wichtig. Aufwendige Spiele oder gar Videobearbeitung will ich damit nicht machen. Brauche ich das LTE vom Modell X? Nein, ich wäre schon froh, wenn ich überall UMTS/HDPSA hätte. Das ist unser Problem, Herr Dobrindt. [In diesem Punkt hatte ich mich geirrt. Regionen mit dem alten Standard „Edge“ haben nicht etwa auf UMTS/HDPSA upgedatet, sondern sind gleich zu LTE übergegangen. Also braucht doch ein LTE-fähiges Gerät. Deshalb besitze ich heute ein LG Nexus 5].

Webseiten öffnen sich deutlich schneller als mit dem iPhone 4. Zwangsläufig werde ich immer wieder Vergleiche ziehen zwischen meinem alten iPhone 4 von 2010 und meinem neuen Moto G, wobei mir klar ist, dass das kein fairer Leistungsvergleich sein kann, aber das ist auch nicht mein Ziel.
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Das Moto G – äußerlich

An das größere Display habe ich mich schneller gewöhnt als gedacht – mein iPhone 4 kommt mir jetzt klein vor. Die Schalter an der rechten Seite für Ein/Aus und Lautstärke wirken im Vergleich zu denen des iPhone‘s billig. Der Homeknopf vom iPhone ist wesentlich günstiger als dieser seitliche Schalter, den man allzu oft unabsichtlich berührt. Diese Schwierigkeit wird erst abgemildert seit ich eine schlanke, eng anliegende Schutzhülle verwende. Die ist – wie schon beim iPhone – ohnehin sehr empfehlenswert, weil man das Gerät damit besser im Griff hat und es nicht so leicht aus der Hand gleiten kann. Das Display lässt sich sehr leicht säubern – ein Wisch mit dem Ärmel genügt.
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Benutzerhandbuch, Hilfen im Internet

Nachknapp drei Wochen kann ich sagen, das Moto G erschliest bsich mehr oder weniger von selbst – zumindest, wenn man schon eine gewisse Erfahrung mit Smartphones hat. Ein Handbuch habe ich das erste Mal nach 10 Tagen gesucht. Dabei ging es mir hauptsächlich darum, mich beim Zuschalten von Talk Back nicht zu „verlaufen“, wie es mir seiner Zeit mit VoiceOver am iPhone passiert ist – aber es war ganz problemlos. Hier ist das Handbuch zu lesen und runterzuladen:
Das Moto G Benutzerhandbuch
Ob es spezielle Internetseiten für Sehgeschädigte gibt, habe ich noch nicht untersucht. Wird nachgereicht. Für Anregungen wäre ich dankbar. Bis jetzt habe ich mir mit einfachen Suchanfragen beholfen, das führte immer ans Ziel.

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Einschalten – und los geht’s

Ein Google Konto hatte ich ja bereits, also war ich schnell „drin“. Einer der ersten Schritte geht in die Einstellungen. Wo kann ich die Schriftgröße verändern? Unter Einstellungen à Display à Schriftgröße. „Sehr groß“ wirkt sofort, auch in der Anzeige der Einstellungen selbst. Der erste Eindruck täuscht nicht, die Große Schrift wirkt durchgängig – auch auf dem Desktop, auch im Play Store, überall. Beim iPhone wirkt sie dagegen nur  bei Mails, Nachrichten und Notizen – nicht aber beim Home-Bildschirm, nicht  im Appstore. Die Helligkeit, die mir bei meiner Licht-Empfindlichkeit viel zu hoch ist, ist auch schnell reguliert. Ungeduldig stürze ich mich auf die für die Nützlichkeit so entscheidende Frage: Vorlesen – aber wie?
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Vorlesen – erste Versuche via Pocket

Am PC und am iPhone verwende ich „Pocket“, um Webseiten einzusammeln. Auch für Android gibt es die App Pocket, die ja eine Vorlesefunktion beinhaltet. Für einen ersten Test brauchen wir eine Stimme, dann die App Pocket. Unter Einstellungen -> Bedienungshilfen -> Text-in Sprache-Ausgabe finde ich die Google TTS. Das Hörbeispiel klingt krass leblos, da gibt’s Besseres. Also ab in den Play Store. Ivona mit der Stimme Marlene, die ich schon bei meinem ersten Versuch kennen gelernt hatte – gibt es immer noch kostenlos – also installieren und als Standard einrichten! Sie klingt wesentlich menschlicher. Als nächstes Pocket installieren, Acount anmelden und öffnen. Und schon sehe ich in meinem Moto G alle Webseiten-Texte, die ich zuvor am PC oder iPhone in Pocket gespeichert hatte. Im Menü den Punkt „Audio (TTS)“ auswählen – und schon babbelt meine neue Freundin Marlene los – wunderbar, so muss es sein. Das Speichern in Pocket geht natürlich auch vom Moto G aus – in der Regel über das Kontextmenü „Teilen“ des Browsers. Dieses „Einsammeln“ von interessanten Texten kommt mir sehr entgegen – siehe meinen Artikel „Pocket – Webseiten speichern, lesen, vorlesen“. Aber ich möchte mir ja jeden Text – nicht nur Webseiten – vorlesen lassen und manchmal auch sofort, nicht erst später. Wie geht das?
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@Voice Aloud Reader

Also ab in den Play Store und nach einer passenden App suchen. Die Wahl fällt auf @Voice Aloud Reader – hier ein Auszug aus der App-Beschreibung:

@Voice Aloud Reader liest Ihnen den Text vor, der in einer Android App dargestellt ist, z.B. Webseiten, Nachrichten, lange Emails, PDF und mehr.

WICHTIG: Sie brauchen eine Text-zu-Sprache-Engine und installierte Sprachdateien auf Ihrem Gerät, um diese App zu verwenden. Wenn Sie keine Schnittstelle haben, können Sie aus dem Play Store z.B. die Pakete von Acapela, Ivona oder SVOX TTS verwenden. Sie können auch mehr als eine Sprachschnittstelle benutzen.

Eigenschaften

  • Klicken Sie in einer beliebigen App auf den Menüeintrag oder die Schaltflächen „Teilen“, „Share“ oder „Per Email senden“, um den Text an @Voice Aloud Reader zu senden. Der Text wird über Lautsprecher oder Kopfhörer wiedergegeben.
  • Wenn „Teilen“ nicht zur Verfügung steht, kopieren Sie den Text aus der Ursprungsanwendung und fügen Sie diese in @Voice, um sie abzuspielen.
  • Option, um sofort vorlesen Text in die Zwischenablage kopiert.
  • Öffnen Sie Text- oder PDF, HTML-Dateien aus dem Android-Dateisystem, um sie abzuspielen.
  • Speichern Sie Artikel, die Sie in @Voice geöffnet haben, als Dateien, um sie sich später anzuhören. Erstellen Sie Leselisten aus mehreren oder vielen Artikeln, die Sie ohne Unterbrechungen nacheinander anhören können. Sortieren Sie Ihre Liste z.B. nach Wichtigkeit oder Reihenfolge von Kapiteln.
  • Dropbox Sync! Aktivieren Sie die Funktion, danach können Sie ihre Leselisten auf einem beliebigen Gerät wie z.B. einem Tablet erstellen und sie sich dann auf dem Smartphone anhören. Oder speichern Sie auf Ihrem Computer Webseiten als „Nur HTML“-Dateien im @Voice Dropbox-Ordner, um diese später auf Ihrem Smartphone anzuhören.
  • Einfache Kontrolle über Lautstärke, Geschwindigkeit und Tonhöhe der Sprachwiedergabe.
  • Pause/Wiedergabe sowohl über die Knöpfe von kabelgebundenen Kopfhörern oder Bluetooth-Geräten. Springen Sie mit den Vor- / Zurück-Knöpfen satzweise vor oder zurück. Klicken Sie die Knöpfe länger, um zum nächsten oder vorherigen Artikel der Leseliste zu springen.
  • Erkennt automatisch die Sprache eines Beitrags und verwendet die passende TTS-Stimme, sofern verfügbar. Wählen Sie Ihre bevorzugte Stimme im Menüpunkt „Sprache wählen“.
  • Einstellungen für zusätzliche Pausen zwischen den Absätzen, sofortige Wiedergabe, sobald ein neuer Beitrag geladen wurde oder Warten auf eine Eingabe per Knopfdruck, Wiedergabe starten oder anhalten, wenn ein Kopfhörerkabel eingesteckt oder entfernt wird.
  • Optionaler Schlafmodus zum Anhalten der Wiedergabe nach einer voreingestellten Zeit.

Das hört sich nicht nur gut an, es ist es auch – mega-gut, wie meine ausgiebigen Tests zeigen sollten! Mein ganzes Experiment steht und fällt mit der Frage, wie gut das Vorlesen klappt. Würde das nicht klappen, wären alle andern guten Eigenschaften meines Androiden nur halb so viel Wert. Diese Sorge bin ich los, seit ich @Voice gefunden habe. Diese App hat mich so überzeugt, dass ich vergleichbare andere nicht mehr getestet habe. Sogar einen Aussprache-Editor gibt es.  @Voice leistet das, was Am PC Programme wie Balabolka oder TextAloud machen.
Was das Schönste ist: Der Entwickler, Greg Kochaniak, ist ausgesprochen kooperativ und bereit auf Wünsche einzugehen. Nach einem kurezen Mailwechsel hat er die Funktion „save articles from pocket“ eingebaut. Auf diese Weise kann ich jetzt, bevor ich mich auf den Weg mache, bequem Artikel in der @Voice Leseliste speichern und sie unterwegs auch offline anhören. Danke Greg!
Der Weg zum Vorlesen in @Voice führt entweder über die Option „Teilen“ bzw. „Share“ oder über die Zwischenablage. Wobei das Kopieren in die Zwischenablage mit der Option „Alles Auswählen“  hier – beim Androiden – sehr einfach ist. Bei meinem iPhone vermisse ich diese Möglichkeit. Will ich Webseiten sofort und nicht erst später lesen, muss ich nicht mehr den Umweg über Pocket gehen, sondern kann @Voice direkt vom Browser aus aufrufen.
Soll das Vorlesen ab einer bestimmten Stelle beginnen, markiert man die Stelle im @Voice Textfenster und drückt die Play-Taste – sehr wichtig bei langen Texten!
Die App ist super mit TalkBack zu bedienen.

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Alternative Webbrowser

Von vielen Webseiten gibt es neben der normalen – für den PC konzipierten – Ansicht eine mobile Ausführung für Geräte mit kleineren Displays – z.b. Spiegel Online, SZ, Zeit oder FAZ. Manche mobilen Seiten haben eigene Webadressen, andere schalten – je nach Gerät – automatisch um. Wenn verfügbar, bevorzuge ich immer die mobile Version. Der Datenumfang ist geringer, was unterwegs sehr entscheidend sein kann. Zwar kann man hier die Schrift nicht durch das Spreizen der Finger vergrößern, aber es entfällt das lästige, den Lesefluss störende seitliche Scrollen. Umso wichtiger ist es bei diesen Seiten, dass die Schrift im Browser selbst schön groß eingestellt werden kann. Außerdem möchte ich die Möglichkeit haben, das Laden von Bildern zu unterbinden, wenn ich unterwegs bin und nur eine langsame Datenverbindung habe.

Beim Standardbrowser Chrome kann man die Schrift sehr gut vergrößern – ein deutliches Plus gegenüber dem Safari des iPhones. Das Laden von Bildern kann ich aber nicht verhindern. Deshalb habe ich mir 6 Alternativen angesehen. Durchgefallen sind: Opera und UC Browser. Letzterer nicht wegen des Funktionsumfangs, sondern weil sich mir die Bedienung nur schwer erschließt.

Der Dolphin Browser, den ich schon am iPhone bevorzugt verwende, lag lange an der Spitze, bis ich den Next Browser fand. Der kann zusätzlich schnell auf Nachtmodus umschalten und für mein Pocket gibt es ein Plugin, so dass ich nicht über die Share-Option gehen muss. Es reicht sogar, den Finger solange auf einem Link zu halten, bis sich das Kontextmenü öffnet. Dort im Kontextmenü wird zusätzlich “Save to Pocket“ angeboten – besser geht’s nicht! Ich kann also den Artikel nach Pocket schicken, ohne ihn vorher geöffnet zu haben – das spart Klicks, Zeit und Trafik. 
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Ebooks PDFs etc. Vorlesen lassen

Anmerkung vorab: Wenn hier von DRM die Rede ist, ist das harte DRM gemeint. Der Trend geht zum weichen DRM – siehe hier: eBook – Abkehr vom hartem DRM. Hoffentlich setzt sich das durch, denn beim weichen DRM funktioniert das Vorlesen in allen Anwendungen. Der Standard Ebook-Reader „Play Book“ kann auch Vorlesen, allerdings ist diese Funktion nicht multitasking-fähig. Wenn man den Bildschirm wechselt, wird Play Book stumm. Das muss besser gehen deshalb habe ich andere Reader getestet. Gut sind der Cool Reader und der Moon+ Reader Pro. Beide haben eine Vorlesefunktion integriert und sprechen im Hintergrund weiter, auch wenn du den Bildschirm wechselst. Mein Favorit ist der Moon+ Reader Pro. Hier kannst du bequem zu einer Seite hin navigieren und dort mit dem Vorlesen beginnen. Ich wüsste nicht, wie ich das am PC so einfach mache. Inzwischen (2016) bevorzuge ich auch hier das universelle Vorleseprogramm @VoiceAloud. Es kann jetzt auch eBooks im EPUB-Format, und ist sehr komfortabel zu bedienen.
Wichtig: Diese Reader können nur freie Ebooks und solche mit weichem DRM verarbeiten. Der PocketBook Reader kann dagegen auch ADE DRM geschützte Bücher lesen. Allerdings liest er in der jetzigen Version nicht vor, das ist aber angekündigt.  Von derselben Firma gibt es einen Ebook-Reader als selbständiges Gerät, das als so ziemlich das einzige Gerät auch geschützte Ebooks vorliest. Deshalb habe ich die Hoffnung, dass die App es eines Tages auch können wird. Ich bleibe dran. Das Warten hat sich gelohnt. In der App Beschreibung heißt es zwar nach wie vor TTS folgt in Kürze, aber seit dem heutigen (20.11.2014) Update ist es soweit, die Pocket Book App liest vor – auch ein ADE geschütztes Buch.
Ob die Bedienung mit Talk Back wirklich gut ist, kann ich nicht beurteilen, wird vielleicht noch besser, aber es ist auf jeden Fall ein ganz entscheidender Fortschritt. Vorgelesen wird mit der Stimme, die in den Einstellungen als Standardstimme  festgelegt ist. Es wird ein Menü eingeblendet mit Start, Pause, Stop und TTS Settings. Das Vorlesen geht ohne TalkBack.
Amazon Ebooks haben ein eigenes Format, dazu brauchst du die App „Kindle“. Mit @VoiceAloud läuft hier nichts, aber nach einem Wechsel in den Bedienungsmodus Talk Back, dem Pendent zu Apple’s VoiceOver, geht das Vorlesen doch – analog zum iPhone. Das ist sehr beachtlich, denn mit dem Kindle-Hardware-Gerät kannst du dir keine deutschen Bücher vorlesen lassen. Das haben deutsche Rechteinhaber per Gerichtsbeschluss verhindert.
Für Daisy Bücher gibt es eine hervorragende Lösung, über die ich in einem separaten Artikel berichte.

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Talk Back, Vergrößerung, Lesen mit dem Finger

Als einer, der mit optischen Hilfsmitteln praktisch wie ein Sehender vorgeht, habe ich Talk Back, den Android Screenreader, bewusst links liegen gelassen. Erst als ich ohne nicht weiter kam, habe ich darauf zurückgegriffen. Das war beim Vorlesen lassen eines  Amazon Kindle eBooks – es war die einzige Stelle. Beim iPhone mache ich es mit VoiceOver ähnlich.
Die Bedienung der Vergrößerung – in Einstellungen -> Bedienungshilfen zu aktivieren – erscheint sehr logisch. Heran- und Herauszoomen mit einem schnellen 3-fach-Tipp. Lässt man beim dritten Tipp den Finger stehen, wird der Bereich unter dem Finger vergrößert und der Bereich folgt den Fingerbewegungen. Das ist wie Lesen mit dem Finger – wirklich sehr praktisch, daran könnte ich mich gewöhnen. Endlich mal nicht nur Apple imitiert, somdern ein neues Bedienkonzept – sehr gut! Ein Heben des Fingers beendet die Vergrößerung wieder.

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Office Anwendungen

Für Office Anwendungen gibt es „QuickOffice“. Eine Alternative ist „WPS Office“ – sehr aufwendig, fast mit zu viel Funktionen. Von WPS Office aus kommt man nur via Zwischenablage zu @Voice. Für Notizen habe ich „Inkpad“ installiert.
Der Google Kalender – ich habe meine Termine bei Google gespeichert – ist grafisch eine einzige Katastrophe. Für mich ist das Ding unbrauchbar. Wie man es besser machen kann, zeigt die App „aCalender“ – sehr empfehlenswert!
Während man beim iPhone für Scannen und Text-Erkennung von Dokumenten etliche – kostenlose und kostenpflichtige – Apps findet, die brauchbare Ergebnisse liefern, tut man sich in Play Store schwer, was Passendes zu finden. Ich habe drei kostenpflichtige Apps getestet, funktioniert hat keine. Den Vogel hat Abbyy, dessen FinReader für Windows ich sehr schätze, abgeschossen. Nach dem innerhalb der App aufgenommenen Bild kam die Fehlermeldung „Bildformat unbekannt“! Zum Glück habe ich zwei der Apps so schnell wieder deinstalliert, dass die Abbuchung gestoppt wurde (das ist innerhalb von 15 Minuten möglich). Inzwischen bin ich doch noch fündig geworden: Die App SmartOCR Text Miner ist recht brauchbar – ebenso die App Textfee.
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Mail und Kontakte

Ich habe 4 Acounts eingerichtet – Standard Mail, GMX, WEB.de und GMail. In der Standard Mail App werden reine Text-Mails schön groß dargestellt, aber natürlich kann man per Spreizgeste überall den Text vergrößern. Im Standard Mail, bei GMX und bei WEB.de werden Text-Mails bei dieser Vergrößerung neu umgebrochen, so dass das lästige seitliche Scrollen entfällt. Ungewohnt ist, dass man zur Eingabe einer Adresse weder im Standard noch bei GMail die Kontakte aufklappen kann. Man gibt stattdessen im Empfängerfeld ein paar Buchstaben ein, dann wird eine Auswahl angezeigt. In der Liste der Kontakte funktioniert das Suchen genauso, es geht nur über eine Eingabe (Tastatur- oder Spracheingabe) im Suchfeld, eine Alphabets-Leiste, wie vom iPhone gewohnt, fehlt. Die Methode iPhone gefällt mir besser.
Bei der Standard App gelingt es mir nicht, eine gelöschte Mail aus dem Papierkorb wieder herauszuholen – außer mittels Text-Kopie. Scheint eine Macke zu sein.
Gut ist, dass man jedem Konto einen eigenen Signalton zuordnen kann. Beim iPhone geht das nur für das Hauptkonto, bei den anderen kommt der Standardton.

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Musik

Dieses doch so neue Moto G hat etwas hoffnungslos Veraltetes – ein UKW Radio! Braucht man das? Für die Übertragung deiner Musik vom PC zum Molto G brauchst du kein Programm-Ungetüm wie iTunes. Das USB-Kabel und der Explorer reichen. Musik spielst du normaler Weise mit der Standard-App „Play Music“  ab. Das Abspielen dort erfolgt nach Interpret und Album. Das wirkt sehr willkürlich, wenn du – wie ich – eigene Zusammenstellungen bevorzugst und gewohnt bist, dafür entsprechende Ordner anzulegen. Das Ordner-weise  Abspielen machst du mit dem „Music Folder Player“ aus dem Play Store. Dieser Player akzeptiert auch den Ordner eines Daisy Buchs – ohne dass man die mp3-fremden Dateien entfernen muss. Zum Thema Daisy mit Android gibt es einen extra Artikel. Als Internetradio verwende ich radio.de, weil ich da schon einen Acount mit einer großen Favoritenliste habe. Aber natürlich funktioniert auch mit dem Moto G meine ganz eigene Radioseite. Erläuterung siehe hier, der direkt Zugang ist hier.
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TV

Zattoo für frei empfangbare TV-Sender läuft mit dem Moto G genauso gut wie am PC oder dem iPhone. Als Programmzeitschriften kann ich „Klack TV“ und „On Air“ empfehlen – leider beide mit sehr kleiner Schrift.
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Auskunft, ÖPNV, DB, etc.

Für Informationen über deine Umgebung – von Apotheke bis Taxi – ist „Das Telefonbuch“ Pflicht. Es gibt aber auch Alternativen – etwa „Around Me“.
Für den ÖPNV in München gibt es die „MVG Fahrinfo“, für andere Städte gibt es sicher Ähnliches. Was ich bei meinem Androiden wirklich vermissen werde, ist die ultra-super-mega-gute iPhone-App „Abfahrtsmonitor“! Zwar gibt es hier einige Apps mit diesem Namen, aber das sind nur regionale Teillösungen für beispielsweise die österreichische ÖBB oder die Stadtwerke Wuppertal – und ohne die entscheidenden Eigenschaften. Je nach den eigenen Anforderungen könnte der „PendelPanda“ einen gewissen Ersatz darstellen. Wenn man hier seine bevorzugten Bahnhöfe einrichtet, kann man sich die entsprechenden Abfahrtszeiten und Verläufe und auch Verbindungen zwischen den zuvor angelegten Stationen anzeigen lassen, aber die Flexibilität und Bedienungseinfachheit des iPhone-Abfahrtsmonitors wird nicht annähernd erreicht.
der „DB Navigator“ läuft dagegen hier genauso gut wie am iPhone.
Es gibt zahllose Apps, die einem die sogenannten Points of Interest (POI) der Umgebung anzeigen. Wer sich weniger für Bars, Frisöre, Apotheken oder Tankstellen, sondern mehr für Kultur interessiert, konnte lange Zeit auf die vorzügliche App Wikihood zurückgreifen. Dort wurden – mit Bild und Kurztext – die Wikipedia-Artikel der Umgebung angezeigt. Doch heute bekommt man nur die Meldung „Server nicht erreichbar“. Eine Neuinstallation ist nicht mehr möglich. Die App ist verschwunden, sowohl bei Apple als auch bei Google. Doch es  gibt einen Ersatz: Die einfachste Methode ist es, nicht eine App zu verwenden, sondern im Browser die Wikipedia Hauptseite (moblie Variante) aufzurufen und dort die Funktion „inder Nähe“ zu wählen. Noch einfacher ist es, sich den Link „In der  Nähe“ als Lesezeichen zu setzen und die Funktion ohne Umwege direkt aufzurufen. Hier ist der entsprechende Link. Das Ergebnis ähnelt sehr dem alten Wikihood, denn hier wird eine Liste mit Bild und Bezeichnung angezeigt. Dieses Vorgehen müsste mit jedem Browser klappen, man muss nur den Zugriff auf den Standort freigeben.
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Navigation

Google Maps kennen wir schon vom iPhone, gehört zur Grundausstattung. Im Freien braucht die App eine Internetverbindung, das Datenvolumen ist aber gering. Inzwischen kann man sich auch Offline-Karten laden. Du kannst damit, deinen Standort anzeigen, eine Adresse suchen und eine Route anzeigen lassen – auch für Fußgänger.

Es gibt zahlreiche Navigations-Apps. Gut finde ich die Apps HERE WeGo und Offline Maps & Navigation. Beide bieten eine vollwertige Navigation. Die benötigten Karten lädt man sich aufs Gerät, um unabhängig vom Internet zu sein. Beide unterstützen auch Fußgänger. Sehr positiv bei Offline Maps & Navigation: Als Fußgänger wird man, soweit vorhanden, über echte Fußwege geleitet. Dagegen bevorzugt HERE WeGo auch für Fußgänger das Straßen-Netz.

Ich steckte das Moto G in die Jackentasche und folgte den per Kopfhörer übertragenen Anweisungen. Die Ortung, die im Dickicht einer Großstadt schon mal verloren gehen kann, schien mir relativ gut zu sein. Sicher ist es kein Nachteil, dass im Moto G nicht nur die Signale des GPS, sondern auch des russischen GLONASS verarbeitet werden. Natürlich ist eine solche Navigation nicht zu vergleichen mit einer speziellen Blinden-Navigation wie Blindsquare oder wie sie zur Zeit in Soest mit dem Projekt m4guide entwickelt wird. Dort wird eine dramatische Genauigkeitssteigerung durch die Korrekturdaten des SAPOS-Dienstes der Landesvermessung erreicht – eine Genauigkeit von ca. 50 cm.

Da ich auch als Radfahrer oder Wanderer unterwegs bin, brauche ich auch eine sogenannte Outdoor-Navigation. Einen ersten Schreibtischtest haben die beiden Apps „Komoot“ und „View Ranger“ bestanden. Bei beiden wählt man kostenpflichtige Kartenausschnitte aus, die dann fest auf dem Gerät gespeichert werden. Bei den Karten von View Ranger erschweren die übertrieben dichten Höhenlinien den Überblick. Bei den Karten von Komoot fällt es mir wesentlich leichter, einen Weg zu verfolgen. Die echte Bewährung müssen die beiden im praktischen Einsatz bestehen. Sie sollen helfen, die Fragen zu beantworten: Wo bin ich? Wie geht es weiter? Inzwischen hat Komoot die ersten Praxistests voll bestanden.

Die App „GPS Status“ hat einen Kompass, zeigt die Höhe und die Koordinaten an und ermöglicht, den aktuellen Standort per Mail oder SMS mitzuteilen.
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Dropbox und Co

Beim ersten Aufruf von QuickOfice wird man gezwungen, ein Konto bei Google Drive anzulegen. Will man eine App bewerten, muss man bei Google+ angemeldet sein. Wie viel Google braucht der Mensch? Gut, dass es auch noch Alternativen gibt, denn auf das Speichern in der Wolke möchte ich nicht verzichten. Es ist eine ideale Möglichkeit Daten zwischen Geräten mit unterschiedlichen Plattformen auszutauschen. Mein Favorit ist Dropbox, weil ich es kenne, weil alles ziemlich klar ist, weil ich am PC dazu keine Webanwendung, sondern nur den Explorer brauche. Natürlich läuft die Dropbox hier am Molto G genauso klaglos.
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Spracheingabe

Da ich nur ein iPhone4 – ohne Siri – besitze, habe ich mit Spracheingabe wenig Erfahrung. Am iPhone habe ich zwar die App „Voice Dictation“ installiert, nutze sie aber wenig. Erste Versuche, am Moto G Texte zu diktieren, waren sehr erfolgreich. Überall da, wo in der Tastatur, links neben der Leertaste ein Mikrofon gezeigt wird, kann man die Spracheingabe verwenden. In der Suche am Startbildschirm kann man beispielsweise auch sagen „Esmaralda anrufen“ – ein Hauch von Siri. Manche bevorzugen sogar am iPhone diese Google Suche (gibt es als IOS App!), weil hier die Suche per Spracheingabe – vor allem, wenn sie fremdsprachige Elemente enthält – erfolgreicher ist.
Ein echter Hit ist „Voice Wiki“. Diese winzige App verbindet die Anwendungen Spracheingabe, Wikipedia und Sprachausgabe. Du sprichst den Suchbegriff ins Mikro und bekommst den Artikel vorgelesen – so muss es sein!
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Die Kamera

Die Kamera am iPhone kann ich erst bedienen, seit der Lautstärke Plusknopf als Auslöser dient. Meine Befürchtung war groß, ich müsste am Moto G nach einer Schaltfläche auf dem Display suchen. Nein, es geht viel einfacher: man kann irgendwo ins Display tippen – und schon ist die Aufnahme im Kasten. Erstaunt war ich nur, nirgends Einstellungen zu finden. Das ist ja primitiv, dachte ich, bis ich einen Blick in das Benutzerhandbuch warf. Ein Wisch von links und es öffnen sich halbkreisförmig eine Reihe von Optionen – alles was man braucht.
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Das Telefon

Ach Ja! Telefonieren und simsen kann man mit dem Teil auch. Das habe ich allerdings noch kaum probiert. Es kennt janoch keiner meine neue Nummer. Meine Nummer? Die Nummer meines Androiden?
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Fazit

Das Ergebnis ist eindeutig: Mein Android ist einfach zu bedienen, liest mir interessante Texte vor und reagiert sogar auf Zuruf. Es macht Spaß mit ihm! Er (der Menschenähnliche) ist mir ein Freund geworden.

Ist das nun ein Plädoyer gegen das iPhone? Nein! Es war nicht mein Ziel, einen Wettbewerb zu veranstalten und einen „Sieger“ zu küren. Ich wollte vielmehr sehen, ob das iPhone eine Alleinstellung einnimmt oder, ob es Alternativen gibt. Wobei ich zugeben muss, den letzten Anstoß für meinen Test gaben die Verschlimmbesserungen in Apples IOS7. Es tut gut zu wissen, dass es Alternativen gibt.

Wobei uns eines klar sein muss: Die Zugänglichkeit, die wir heute im Android-System finden, hat ihren Ursprung nicht in Googles edler Menschenfreundlichkeit. Nein, sie geht zurück auf Steve Jobs, den großen Visionär, der durch seine Vorreiterrolle die Konkurrenz unter Zugzwang gesetzt hat.

Zwei Apps würden mir einen endgültigen Abschied vom iPhone sehr schwer machen: Der schon erwähnte Abfahrtsmonitor und die universelle Vorlese-App Voice Dream Reader.

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15 Kommentare

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  1. wasdunichtsiehst / Jan 31 2014 10:38 pm

    Sehr aufschlussreich. Zur Zeit gibt es für blinde Nutzer zu iOS keine Alternative. Aber vielleicht kommt diese noch. Gibt es bei iOS Apps wegen der vielen verschiedenen Entwickler oft schon ein Problem mit der Zugänglichkeit, so potenziert sich dies in der Android Welt noch durch die unterschiedlichsten Geräte und Systemmodifikationen.

    • clemrue / Jan 31 2014 11:12 pm

      Ja, gerade habe ich einen aktuellen Vergleich bei ICOBS gelesen. An VoiceOver von Apple kommen die andern (Talk Back von Android und Narrator von Windows) einfach nicht ran. Talk Back wird zwar immer besser, aber es hilft alles nichts, solange Lücken, respektive Barrieren bleiben. Und selbst, wenn Talk Back 98 % abdecken würde – wenn man täglich die restlichen 2 % braucht, ist das Ding zu 100 % unbrauchbar!
      Clemi

      • wasdunichtsiehst / Feb 1 2014 9:49 pm

        So ist es! Was nützt mir ein sogenanntes „offenes System“, wenn ich ständig bemüht sein muss, es am laufen zu halten und Bugs zu beseitigen. Ich will kein Programmierer werden und mir nicht mühsam irgendwelche Systemkomponenten und Sprachausgaben in Appstores zusammensuchen, ich will, das mein Gerät funktioniert, und da nehme ich dann lieber ein geschlossenes System, wie das von Apple. Seit ich vor drei Jahren vom PC auf den Mac umgestiegen bin, hatte ich genau Zwei Systemabstürze. Das ist für mich als ehemaliger Jaws und Windows Benutzer immer noch eine Sensation, bei aller Kritik, die man an Apple üben kann.
        Es gibt Autobastler, die Kaufen sich ein Auto, damit sie dran rumschrauben können und Autofahrer, die wollen, dass ihr Fahrzeug zuverlässig funktioniert. Ich würde wohl eher zu den Zweiteren gehören, wenn ich nicht mangels Fahrerlaubnis ein leidenschaftlicher Bahnfahrer wäre. Und ich denk, die Meisten gehören zu den Zweiteren, besonders jene, die für Reparaturen, sei es am Fahrzeug oder an einem Computersystem fremde Hilfe brauchen.

  2. Dietmar Segbert / Feb 2 2014 12:28 pm

    Interressanter Bericht. Schau Dir mal ffi an. Dann bekommst Du auch ein Abfahrtszeiten-Widget.

    • clemrue / Feb 2 2014 3:47 pm

      Danke für den Hinweis. Mit dem Umlaut ist was schief gelaufen, die App heißt Öffi. Klingt schön, bringt auch jede Menge Abfahrtsdaten, aber kann leider einem Vergleich mit dem Abfahrtmonitor am iPhone nicht standhalten. Schade!
      Clemi

  3. Ralf Maslak / Dez 3 2014 12:08 pm

    Der Artikel liest sich sympathisch und man merkt, dass Sie vernünftige Anforderungen stellen. Ich bin selber stark sehbeindert, aber nicht blind! Da können sich die meisten Leute nichts drunter vorstellen. Ich suche speziell eine bequeme Möglichkeit Kindlebooks vorlesen zu lassen. Wenn Sie da weitere Erkenntnisse haben wäre ich froh über eine Info!

    Schönen Gruss

    Ralf Maslak

    • Clemens Rüttenauer / Dez 3 2014 7:39 pm

      Hallo Ralf,
      ja, Sehbehinderte und Blinde stellen ganz unterschiedliche Anforderungen. Das wissen nur die, die sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen.
      KindleBooks kann man sich nur mit mobilen Geräten – Android oder Apple IOS – vorlesen lassen, und zwar mit dem Bedien-Modus für Blinde, also mit TalkBack bzw. VoiceOver. Witziger Weise geht das auch mit dem Amazon Tablet, da das Betriebssystem ein Android-Abkömmling ist. Mit dem Kindle eBook Reader klappt es dagegen nicht.
      Beste Grüße
      Clemens Rüttenauer

  4. Frank Becker / Jan 9 2015 6:54 am

    Es gibt noch dieApp SchoenerFernsehen. Da sindSender kostenfrei die bei Zattoo nur gegen Bezahlung zu sehen sind.

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