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25/04/2016 / Clemens Rüttenauer

Daisy Book Reader für Android Geräte

Daisy Hörbücher mobil anhören – dafür gibt es verschiedene spezielle Geräte. Könnte das nicht auch mit Android Smartphones oder Tablets funktionieren? Sucht man in Googles Play Store nach einer entsprechenden App, bekommt man zwar etliche angeboten, aber den Praxistest besteht nur eine einzige.

Bei meinem ersten großen Android Test hatte ich das Thema Daisy Bücher noch ausgeklammert. Schließlich habe ich ja noch ein iPhone mit der universellen Vorlese App Voice Dream Reader, die natürlich auch Daisy kann. Seit September 2015 gibt es diese App nun auch für Android. Ist die Lücke damit geschlossen? Nein, weit gefehlt, Voice Dream für Android kam absolut unfertig und unbrauchbar daher, woran auch die ersten Updates wenig änderten. Seit dem Update von Januar 2016 deutet sich eine gewisse Besserung an. Und dennoch: eine halbe Stunde Test brachte vier Abstürze und zwei weitere Fehler zu Tage. In der derzeitigen Verfassung (Version 1.0.6) nicht empfehlenswert. Nach diesem Frusterlebnis wollte ich die „Daisy-Lücke“ anderweitig schließen – also ab in Googles Play Store.

So an die zehn Apps habe ich ausprobiert. Der Frust steigerte sich mit jedem Versuch, denn das Meiste war ziemlich unbrauchbar. Teilweise wurden abenteuerlich viele Berechtigungen oder gar eine Anmeldung bei Google Plus gefordert. Mal scheiterte es daran, dass nur bestimmte Kataloge unterstützt wurden, mal an der Sprache, die mir fremd war, mal an der Bedienung, die nicht funktionierte oder sich mir nicht erschloss. In einem Fall klappte nicht einmal die Installation. Was nicht rund lief, wurde sofort wieder deinstalliert. Ich habe mich selbst gewundert, warum ich so hartnäckig weiter gesucht habe – aber es hat sich gelohnt.

 

And the winner is … DaisyReader DaisyEditorby Qris

 

„DaisyReader DaisyEditor“, so heißt die App im Play Store. Nach der Installation erscheint sie unter der Bezeichnung DaisyBookReader.

Bei der Installation wird automatisch ein neuer Ordner „Audiobooks“ angelegt – standardmäßig auf der SD-Karte; ist keine vorhanden, dann im Gerätespeicher. In diesen Ordner kopiert man seine Daisy Bücher – jeweils den kompletten Ordner, keine ZIP-Datei.

Bild: Aktualisierung

Bild: Bibliothek

 

Bei jedem Aufruf des Startbildschirms wird zuerst der Ordner Audiobooks nach neuen Einträgen durchsucht, dann wird die aktualisierte Bücherliste angezeigt. Mit dem Play-Button unten rechts kann man dort weiterlesen, wo man zuletzt aufgehört hat.

Bild: BuchmenüBild: Buchmenü aufgeklappt

 

Bei jedem Buch in der Bücherliste kann man ein Menü aufklappen mit den Optionen: Continue (Weiterlesen), Bookmarks (Lesezeichen), Edit (Bearbeiten) und Delete (Löschen).

 

Bild: Inhaltsverzeichnis Bild: Player

 

Wählt man ein Buch aus, kann man in der unteren Bildschirmhälfte das Inhaltsverzeichnis durchblättern. Ein Klick auf einen Eintrag im Inhaltsverzeichnis öffnet den Player. Das Vorlesen beginnt.

Bild: Tonbandsymbol Bild: Geschwindigkeit einstellen

 

Mit einem Klick auf das Tonbandsymbol kann man die Vorlese-Geschwindigkeit einstellen. Diese Einstellung gilt jeweils für ein komplettes Buch.

Der DaisyBookReader macht brav alles Wesentliche. Die Bedienung ist logisch, sie erschließt sich schnell.

Das Einzige, was nicht funktioniert, ist das Zurückspulen um ein vorgegebenes Zeitintervall („rewind“). Momentan geht es nur manuell durch Klicken oder Schieben im Fortschrittsbalken. Ich habe mich deshalb an den Entwickler gewandt. 

Sollte ein Buch Schwierigkeiten machen, bittet der Entwickler, ihm die zugehörige ncc.html-Datei per Email zu schicken. Die Maiadresse steht bei der App-Beschreibung im Play Store.

Übrigens: Wenn alle Stricke reißen, kann immer noch der Music Folder Player weiterhelfen. Der verkraftet auch komplette Daisy Ordner. Aber die Daisy Navigation fehlt natürlich.

Einen Riesenvorteil haben die Androiden gegenüber den IOS-Geräten: Zum Laden der Daisybücher braucht man kein Programm-Ungetüm wie iTunes. Ein USB-Kabel oder ein SD Kartenleser reichen aus – alles Weitere erledigt der Windows Explorer. So einfach kann Datenübertragung sein!

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