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29/12/2014 / Clemens Rüttenauer

InternetRadio

(eine eigene Zusammenstellung)

Mehr als 100.000 Sender – immer und überall. Das Internet hat das Radio Hören revolutioniert. Es gibt mehrere Möglichkeiten Internetradio zu hören.

  • Mit einem speziellen Internet Radio Gerät (stand alone)
  • Mit einem modernen, internetfähigen Radio Tuner (als Teil einer HiFi-Anlage)
  • Mit einem Smartphone
  • Mit einem Tablet
  • Mit einem PC / Notebook

Vereinfacht gesagt bedeutet Internetradio, überall dort, wo eine Internetverbindung besteht, alle Radiosender der Welt hören zu können. Das Internet hat das Radiohören revolutioniert. Tunein – eine der meistgenutzten Radio Apps – spricht von mehr als 100.000 Sendern. Das macht sofort deutlich, wo die Herausforderung liegt: Kein Mensch kann täglich 100.000 Sender durchstöbern, um den richtigen zu finden. Es gilt, seine Favoriten einmal zu finden, zu markieren und bei Bedarf möglichst einfach zu starten. In der Regel sind das dann nicht mehr als 30. Bei mobiler Nutzung nuss man unbedingt den „Datenhunger“ des Radios berücksichtigen. Macht nur Sinn mit einer schnellen, stabilen Verbindung und einer Flat. Ein einziger Song kann mehr Datenvolumen besitzen als ein ganzes eBook. Für Smartphones und Tablets bieten sich Apps wie Tunein oder radio.de an. Von beiden Diensten gibt es auch eine Webanwendung für den PC; außerdem kann man auf unzählige Radio-Portale zurückgreifen, die einem die Suche erleichtern. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Webseite des Senders aufzurufen und dort das Abspielen anzustoßen – sinnvoll dann, wenn man weitere Informationen zur Sendung sucht. Am iPhone und am Android Smartphone sind radio.de und Tunein wohl die verbreitetsten Radio-Apps. Am PC wird radio.de immer schwieriger zu bedienen. Da ist Tunein besser – hat wohl auch die größte Auswahl. Also eine absolute Notwendigkeit, sich eine eigene Radio Starseite zu basteln gibt es nicht. Trotzdem habe ich es gemacht. Für mich hat es Vorteile: bei richtiger Einstellung genügt ein Klick, und der Sender spielt – im Player meines Vertrauens.

 Hier geht es zu „meinem“ Internetradio.

Wie funktioniert`s?

Mein InternetRadio besteht aus einer Webseite mit über 100 Links. Die Links verweisen auf Playlists im Dateiformat “m3u”. Die Links führen nicht zur Webseite des jeweiligen Senders, sondern direkt zum abspielbaren Stream. Gedacht war diese Anwendung primär für die Nutzung am PC – und zwar mit dem Browser Firefox. Sie funktioniert aber auch unter IOS oder Android; das kommt weiter unten. Beim Firefox am PC  erfolgt das Abspielen – je nach den Browsereinstellungen – entweder sofort oder nach Rückfrage. Du brauchst lediglich einen Player, der mit „m3u“ umgehen kann und sich selbsttätig mit der Internetadresse verbindet. In Frage kommen Player wie Windows Media Player oder der VLC Player. Beim ersten Klick fragt das Download-Fenster des Browsers „öffnen oder speichern“, und fragt ggf. nach, mit welchem Programm. Hier wähle „öffnen“, und – sofern angeboten – den Player aus und setze den Haken bei „immer mit diesem Programm“. Im Firefox lassen sich diese Einstellungen nachträglich korrigieren unter Einstellungen / Anwendungen. Die einzelnen Dialogschritte können – je nach Konfiguration – geringfügig abweichen. Aber ehrlich gesagt, richtig Spaß macht das nur mit dem Browser Firefox, bei dem man einstellen kann, wie mit „m3u“ umgegangen werden soll – z. B. öffnen im VLC-Player. Andere Browser wie Chrome oder Opera wollen m3u partout herunterladen, ohne ein direktes Öffnen anzubieten. Helfen kann man sich hier mit ein paar zusätzlichen Klicks: Link Adresse kopieren > Wechsel zum VLC-Player > hier einfügen (STRG + V) > Eingabe – jetzt legt der Player los. Oder man lädt die m3u-Datei tatsächlich herunter und macht dann im Downloadfenster einen Doppelklick. Funktioniert zwar beides, aber ist holprig.
Bei IOS-Geräten – iPhone und iPad– ist keinerlei Änderung notwendig. Du öffnest die InternetRadio Webseite im Safari, klickst auf den gewünschten Sender – und schon geht`s los. Über den Schalter „zurück“ landest du wieder in der Auswahl.
Bei Android-Geräten – Smartphones und Tablets – muss man zusätzlich einen streaming-fähigen Player installieren – z. B.  „VLC-Player“ oder „ServeStream“.

Nebenbei: Die Hintergrundfarbe kannst du wählen.

Aufnehmen

Eigentlich ist das Aufnehmen heute nicht mehr so wichtig wie zu den Blütezeiten der Tonbandgeräte und Kassettenrekorder. Der Grund ist die dauernde Verfügbarkeit aller Arten von Musik. Einen solchen Aufwand, wie ich ihn Anfang der 1990-er Jahre getrieben habe, um nachts ein timergesteuerte Audioaufnahme zu starten, würde ich heute nicht mehr aufbringen wollen. Meine Hilfsmittel damals waren eine Stereoanlage, eine Zeitschaltuhr, eine Brio Spielzeug-Lok und eine ausgeklügelte Konstruktion –festgehalten hier auf YouTube.

Heute muss das einfacher gehen. Manche Sender bieten dazu spezielle Programme an – zum Beispiel der Deutschlandfunk das Programm „dradio-Recorder“. Der sehr beliebte VLC Player besitzt ebenfalls eine Aufnahmefunktion. Das scheint mir praktischer, da Sender-unabhängig. Siehe dazu auch den Beitrag „Aufnehmen, was du hörst“. Eine andere Lösung ist das universelle Radioprogramm RadioBox.

RadioBox

Dieses Programm ist optimiert für blinde Anwender. Der Entwickler – Wladimir Kon – ist selbst blind. Hier geht es zum Download. Nach dem Entpacken findet ihr im Ordner Manual eine kurze Beschreibung. Die Senderliste ist sehr umfangreich – in Baumstruktur, geordnet nach Ländern und Städten. Das Besondere: es besitzt eine Aufnahmefunktion – direkt oder zeitgesteuert. Wenn ihr hier einen „meiner“ Sender vermisst, ist der ganz einfach hinzuzufügen: m3u-Datei downloaden und in den Ordner playlist einfügen. Dieser Sender erscheint dann in der Rubrik „privat“.

Schlussbemerkung

In meiner Zusammenstellung sind etwa 100 Sender aus einer Gesamtmenge von mehr als 100.000 – also nur eine ganz kleine Auswahl. Ich bin mir sicher, es ist nicht für Jeden etwas dabei. Das beste Radio gibt es nicht. Das Beste am Internetradio ist die Vielfalt. Wenn euch meine Auswahl ein wenig eigen vorkommt, ist das voll in Ordnung. Deshalb habe ich sie ja „eigene Zusammenstellung“ genannt.
Und noch etwas: egal wie man Radio hört, bleibt doch entscheidend, was man hört. Tipps dazu findet ihr z. B. bei Radiohoerer.de , der Blog für Radiotipps – und Jazzfans.
Neu hinzugefügt habe ich bei einigen Sendern den Link zum „Nachhören“ und  – am Ende – Direkt-Links zu ausgewählten Podcasts der Radiosender. Zu guter Letzt noch drei Klassik – Streaming Portale.

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